Germeringer-Tattooing-Hochzeit

Es begab sich während des Germeringer Volksfest im Jahre 1998, am Behördentag.

Plötzlich passierte auf der Bühne etwas merkwürdiges:
Licht aus - "ohhhhh" - Spot an - "ahhhhh"
und anstatt der Musiker steht in grellem Schweinwerferlicht eine zwar etwas nervöse, doch sehr resoulute Biggy und dröhnt durch die Lautsprecher, für jeden deutlich zu hören:

"Lieber James, siebzehn Jahren waren wir verheiratet, vor zwei Jahren hast Du Dich von mir scheiden lassen. Der jetzige Zustand gefällt mir nicht. Ich liebe Dich und frage Dich, willst Du mich am 17.12. dieses Jahres wieder heiraten?

Ein völlig überraschter James eilt auf die Bühne, nimmt seine Biggy in die Arme und teilt der gespannten Menge mit: "Ja, ich will!"
Und als Zeichen des neuen, ewig haltendem Bund erhält er 17-ewig-haltende Rosen.

Die Menge tobt und applaudiert - und einige, die sowieso unsere Beziehung nie verstanden haben und unserer Liebe keine Zukunft gegeben hatten, saßen mit sauren Gesichtern vor ihren dadurch schaal gewordenem Bier.

Leider haben alle unsere Freunde diese Ereigniss verpaßt und auch an der "Feier" ohne Standesbeamter oder Pfarrer am 17.12. waren die meißten nicht anwesend, so zeigen wir auf dieser Seite, wie wir uns für ewig gebunden haben:

Treffpunkt war nach einem guten griechischem Essen mit einigen Mut-Ouzo´s um 15 Uhr bei Klaus in seinem SKIN CREATIONS TATTOOING.
Eine Spur von Rosenblätter führte von der Straße bis in den "Marterraum", denn für uns war es das erste Tattoo.
Noch einen Schluck Sekt (natürlich nur für den Kreislauf) mit Brigitte, Hans und Angelika und schon beginnt Klaus sein "stechendes Handwerk". Noch grinst die Braut, denn jetzt stellt sie fest, hier ist sie in den richtigen Händen und von Schmerz ist eigentlich keine Rede.

Nur das Geräusch erinnert sie deutlich an den Zahnarzt und den mag sie nicht. "Ja,ja, beim ersten Mal tut es halt weh", aber am Schluß ist die Freude doch deutlich zu sehen.








Jetzt wurde erst mal bei dem "bärtigen Glatzkopf" ein Platz zum arbeiten freirasiert und der Bräutigam läßt willig die Stichelei über sich ergehen - er wollte es ja nicht anders haben :-)).

Noch ein Foto für den Künstler als Erinnerung an seine erste Tattoo-Hochzeit in Germering und zwei glücklich-endlich-wieder-Vereinte schauen sich tief in die Augen.

"Und jetzt aber ab zum Feiern", die Bekannten im Goldener Pfennig warten mit Sicherheit schon ganz gespannt.






Nachtrag: "Danke Klaus, es war echt ein harmloser "Schmerz", aber hoffentlich sind wir jetzt nicht Tattoo-süchtig geworden" :-)))